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„Das Problem ist, dass heute jeder den Stempel ‚Freund‘ aufgedrückt bekommt“

Google wagt einen neuen Vorstoß in Richtung soziale Netzwerke. Mit Google+ setzt der Internetkonzern einen Gegenpol zu dem beliebten Facebook. Die Stärke von Google+ liegt laut den Entwicklern darin, dass die Nutzer Informationen mit ausgewählten Menschen teilen können statt mit allen ihren Online-Bekannten.

„Das Problem ist, dass heute jeder im Web den Stempel „Freund“ aufgedrückt bekommt“

„Man steht zu unterschiedlichen Leuten in unterschiedlichen Beziehungen“, schrieb Google-Entwickler Vic Gundotra am Dienstag im Firmenblog. „Das Problem ist, dass heute jeder im Web den Stempel „Freund“ aufgedrückt bekommt, und das Teilen von Inhalten unter diesem Freundschaftsbrei leidet.“ Er spielte damit auf Facebook an.

„Circles“

Mit Google+ lassen sich sogenannte „Circles“ (zu deutsch Kreise) anlegen, etwa für den Austausch mit Familienmitgliedern oder den Arbeitskollegen. Dabei sind auch Videochats in größerer Gruppe möglich oder der einfache Chat per Text. Quasi als Dreingabe lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos direkt auf die Google-Server hochladen und mit ausgewählten Menschen teilen.

Seit Monaten war darüber spekuliert worden, dass Google ein Gegenstück zu Facebook startet. Bisherige Vorstöße in die sozialen Netzwerke wie der Dienst Buzz hatten sich eher als Fehlschlag erwiesen.

Facebook

Google ist praktisch gezwungen, Facebook etwas entgegenzusetzen, weil immer mehr Leute immer mehr Zeit dort verbringen – Zeit, die Google verloren geht. Beide Internetfirmen machen ihr Geld mit Werbung und deshalb ist es für sie überlebenswichtig, dass möglichst viele Menschen ihre Seiten besuchen.

„Das Projekt kann momentan nur auf Einladung genutzt werden“

Facebook hat inzwischen mehr als 600 Millionen Nutzer weltweit. Google+ läuft vorerst lediglich im Testbetrieb mit einer kleinen Schar an Nutzern. „Das Projekt kann momentan nur auf Einladung genutzt werden“, schrieb Entwickler Gundotra. Wann es für die Allgemeinheit freigeschaltet wird, ist unklar.

 

Quelle: APA/dpa / Standard

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